Dichtikeitsprüfung nach DIN 1986-30 und DIN EN 1610
So funktioniert es:
In der Regel haben die Eigenheimbesitzer Ihren Übergabeschacht zugänglich gemacht. Oliver Bunk, Strassenbaumeister der Fa. Lopacinski kann sofort mit der Arbeit beginnen. Zuerst wird der Spülschlauch zum reinigen durch die Leitung geschickt. Die 60 m Spülschlauch werden mit bis zu 150 bar Druck durch Leitungen bis DN 200 geschickt. Der Wasservorrat von 550 l reicht für alle Einsätze.
Jetzt beginnt die eigentliche Untersuchung. Der Kamerakopf wird in die Leitung eingesetzt, der Meterzähler auf „Null“ gesetzt. Nun schiebt ein Mitarbeiter die Kamera durch den Kanal. Die Kanalfahrt wird aufgenommen und per DVD dokumentiert. Unterwegs werden alle einmündenden Leitungen ebenfalls untersucht. Das „Kieler Stäbchen“ macht es möglich. Der Mann im Schacht und Oliver Bunk stehen im ständigen Kontakt. Bunk sieht alles auf dem Monitor, gibt Anweisung zum stoppen, dreht per Joystick das Stäbchen in den zu untersuchenden Kanal. Die Kamera folgt dem Stäbchen beim weiteren Vorrücken. So kann das Kanalnetz komplett vom Übergabeschacht aus untersucht werden. Die „Fahrt“ endet am Kellermauerwerk oder unter der Sohle, wo die Leitung ins Haus geht. Die Kamera besitzt einen Ortungskopf, damit können die Schäden bis auf wenige Zentimeter lokalisiert werden.Der Vorteil dieser Untersuchung ist klar, kein Handwerker und somit kein Dreck im Haus.
Danach wird das Ganze ausgewertet. Werden Schäden festgestellt, so werden diese im Zustandsbericht dokumentiert. Der Kunde erhält immer einen Bericht, auch wenn es keine Schäden gibt. Dazu erhält er die DVD mit den Aufzeichnungen und einen Lageplan.
Wenn es Schäden gibt, erhält der Kunde ein kostenloses, unverbindliches Angebot für die Reparatur. Das Günstigste ist in der Regel eine offene Baugrube. Nach der Reparatur sieht alles aus wie vorher. Das Pflaster liegt sauber, der Rasen ist wieder heil. Schwierig wird es bei Schäden an unzugänglichen stellen, zB unter der Sohle des Hauses. Hier kommen Inliner-Verfahren zum Einsatz. Der Nachteil sind die hohen Kosten, nur wenige Firmen beherrschen diese Technik. Ein weiterer Nachteil ist die Verengung des Querschnitts um ca. 1 cm.
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